Glienicker Park

Größe: 90 ha

Schutzstatus

Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“, Teil des SPA-Gebiets „Westlicher Forst Düppel“, Teil des Landschaftsschutzgebietes „Düppeler Forst“, Gartendenkmal, Baudenkmal (Gebäude)

Geschichte

Der Glienicker Park liegt an der Berliner Unterhavel. Er wurde zunächst im 18. Jh. als Landgut mit ersten Gartenanlagen im Englischen Stil gestaltet. Zu Beginn des 19. Jh. entstand der Pleasureground zwischen Schloss und Havel als frühestes Beispiel eines klassischen Landschaftsgartens. Das gesamte Gelände wurde in dieser Zeit unter Einflussnahme von Lenné und Pückler als Landschaftsgarten gestaltet.

Naturschutzfachliche Bedeutung

Seine naturschutzfachliche Bedeutung besitzt der Glienicker Park v. a. aufgrund seines alten Buchenbestands in unterschiedlichen Zerfallsphasen, die ein Problem für die Verkehrssicherheit darstellen. Darüber hinaus gibt es artenreiche Parkwiesen und Magerrasen mit Vorkommen von Grassamenankömmlingen.

Aktuelle Situation

Der Bereich des Pleasuregrounds wird von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verwaltet und gepflegt. Der größere Flächenanteil unterliegt der Verwaltung des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf. Die alten, naturschutzfachlich wertvollen Buchenbestände erfordern einen relativ hohen Kontrollaufwand für die Verkehrssicherung. Die wertvollen Frisch- und Magerwiesen werden durch die Wühltätigkeit von Wildschweinen beeinträchtigt. Defizite in der bezirklichen Personalausstattung führen zu einer Vernachlässigung der Wiesen- und Baumpflege im Landschaftspark.

Glienicker Park: Blick in den Pleasureground © N. A. Klöhn

 

Luftbild

Biotoptypenkarte

Literatur

Links:

SenStadt Berlin Stadtgrün: Glienicke

SenStadt Berlin Denkmal: Glienicke